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Alt 29.07.07, 12:31:34   #59
ze
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[quote=Lolo;364286]

Ansich ist es doch etwas völlig normales, sein Land und seine Bürger vor "Eindringlingen" zu schützen. Welches Land macht das nicht?

Diejenigen, die es zugelassen haben, haben heute Probleme. Entweder wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Art. Beispiele dafür gibt es genug:
USA oder Frankreich vor allem.
Verstehe ich nicht. Was soll daran normal sein? Migration hat es immer gegeben und wird es immer geben. Macht auch Sinn für die Mennschheit - wenn in der Schweiz Kellnermangel herrscht und in Ostdeutschland gibt's Kellnerarbeitslosigkeit warum sollen wir uns dann vor diesen "Eindringlingen" schützen? Wenn der Kellner nicht kommt muss der Wirt seine Bar vielleicht schliessen weil er den Kunden keinen Service bringen kann. Und schon sind 2 arbeitslos, und nicht einer. Man sollte mal von dem Bild wegkommen, "Arbeit" sei ein Kuchen, der "verteilt" wird. Durch Wachstum wird der Kuchen grösser. Und wenn Migration dem Wachstum hilft, dann bekommen auch mehr "Einheimische" Jobs. Wer's genauer wissen will, der studiere Wirtschaft.

Tut mir leid für die Kritik Lolo, du bist sonst ja ein ganz netter Kerl aber das sind genau die plumpen Formulierungen die ich mit meinem Post oben gemeint habe.

Klar will man Migration, aber man erwartet, dass die zugezogenen über Kurz oder lang in der hiesigen Kultur aufgehen, jedoch nicht ohne durch eigene, mitgebrachte Einflüsse die Kultur und das gesellschaftliche Leben hier zu bereichern. Beispiele für solche Sachen, die aus dem Ausland kamen wären der Ganze Gastronomiezweig, die ganzen Amerikanischen Einflüsse durch die Soldaten nach dem 2. Weltkrieg, Sauna's, Dampfbäder, Joga-Kurse, etc.

Der Punkt ist, dass eine Gesellschaft, die sich diesen Einflüssen verschliesst bzw. jegliche Migration ablehnt, an dem ganzen Ideenaustausch nicht teilnimmt, und es ungleich schwieriger haben wird, in der Zukunft zu bestehen.

Das heisst aber nicht, dass man sich in einer sehr vernünftigen Art und Weise mit Migration und Integration auseinandersetzen muss, und auch entsprechenden Regeln/Gesetze erlassen, um das so optimal wie möglich zu gestalten, weil das ja potentiell zu recht starken gesellschaftlichen Problemen führen kann, wenn man's nicht macht.

Deswegen bin ich ja unbedingt der Meinung (und das ist jetzt ein ganz persönlicher Standpunkt von mir), dass Deutschland ein Migrationsgesetz bräuchte, dass sich der Sache ganz genau annimmt und verschiedenste Sachen regelt (Sprache, Staatsbürgerschaft, gezielt Qualifikationsprofile von Zuwanderern, Familienregelungen, Integrationsprogramme, etc.). Derzeit gibt es ja kein solches Gesetz und der Grossteil wird über ein Wirrwar an Verordnungen geregelt (am Schluss kommt halt der mit Connections rein, oder mit einem Bruder der was organsieren konnte etc, aber nicht die, die man hier wirklich brauchen würde aus arbeitsmarkttechnischer Sicht.)

Durch populistische Kampagnen (á la "Lieber Kinder statt Inder" und Pauschalisierungen "Die nehmen unsere Arbeit weg" "Die Eindringlinge zerstören unsere Kultur" "Die leben doch nur von unserer Sozialhilfe" "Zuwanderungsgesetz: Nein Danke! Sonst kommen nur noch mehr!") ist bisher noch jeder gesamtheitliche Ansatz, sich der Sache anzunehmen im Keim erstickt worden. Genau deswegen helfen uns die Sprüche nicht weiter.

gruss, ze

Rentner
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