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Magma

Über...

Magma ist eine 1969 gegründete französische Progressive-Rock-Band. Die Band hat das Genre des Zeuhl begründet und trug viele Texte in der Kunstsprache Kobaïanisch vor. Die Kunstsprache wurde neben treibenden Basslinien und polyphonem Chorgesang zu einem wichtigen Stilmerkmal des Zeuhl.

Werdegang

Gründung und klassische Phase (1969 bis 1984)

Magma wurde 1969 vom Schlagzeuger Christian Vander (* 21. Februar 1948) und dem Bassisten Laurent Thibault gegründet. Zur kurzlebigen Gründungsbesetzung zählten auch Francis Moze (Keyboards), Lucien Zabu Zabuski (Gesang), Eddy Rabbin (Keyboards), Claude Engel (E-Gitarre), René Garber (Bassklarinette), Guy Marco (Trompete) und René Morizur (Saxophon). Ihren ersten Auftritt hatte Magma im August 1969 als Vorgruppe der Band Martin Circus im Pariser Club Rock&Roll Circus, in dem sich viele der Bandmitglieder zuvor kennengelernt hatten. Auf dem Konzert spielten sie eine Version des Titel Kobaïa, die das Publikum überwältigte und sprachlos machte, erst nachdem der amerikanische Klassikpianist Klaus Knuth jubelnd auf einen Tisch stieg, taute auch das Publikum auf.

Laurent Thibault überließ den Bass Francis Moze und widmete sich der Produktion von Magmas Debütalbum, das von Knuth mit 10.000 US-Dollar unterstützt wurde. Klaus Blasquiz traf erstmals im Studio Mathurin Régier auf die dort probende Band, doch diese hatte kein Interesse ihn aufzunehmen. Während einer Probeaufnahme sang Blasquiz einen leisen Hintergrundgesang mit, der indirekt über das Mikrofon des Klaviers aufgezeichnet wurde. Nachdem Vander die Aufnahme abhörte wurde Blasquiz kurz darauf an Stelle von Zabu gesetzt.

Zwischen diesen beiden Erstlingswerken verließ Thibault die Band, um in Zusammenarbeit mit Philips ein eigenes Label namens Thélème zu gründen. Für dieses spielten 1971 Magmamusiker zusammen mit Tito Puente (Trompete) und Lionel Ledissez (Bass) unter dem Pseudonym Univeria Zekt das Album The Unnamables ein, das eher im Jazz als im Zeuhl anzusiedeln ist

Moze, Cahen, Lasry, Seffer und Toesca verließen 1972 die Band, es stießen die Keyboarder Jean-Luc Manderlier und Gérard Bikialo, der Bassist Jean-Pierre Lembert, der Gitarrist Marc Fosset und die Sängerin Stella Vander, die damalige Ehefrau von Christian Vander, zur Band hinzu, die in Zukunft allerdings dennoch mit wechselnden Besetzungen auftrat, da die neuen Musiker auch in anderen Projekten engagiert waren. Auch René Garber, der bereits zur Erstbesetzung gehört hatte, war wieder an Aufnahmen beteiligt. Nach dem Weggang von Marc Fosset stieß im ersten Halbjahr 1973 der Gitarrist Claude Olmos zur Band. Zu dieser Zeit schloss sich ebenfalls Jannick Top Magma an, der Lembert am Bass ersetzte. Eigentlich wollte Vander Köhntarkösz als drittes Album veröffentlichen, was das Plattenlabel aber ablehnte und auf Mekanïk Destruktïw Kommandöh bestand. Das Album ist ein Konzeptalbum, das in 7 Sätze unterteilt ist, und wird von vielen als das Meisterwerk der Band betrachtet. Das Musikmagazin eclipsed wählte Mekanïk Destruktïw Kommandöh auf den 28. Platz seiner Liste der 150 wichtigsten Prog-Alben. Im Juni 2015 wählten Redakteure des Magazins Rolling Stone das Album auf Platz 24 der 50 besten Progressive-Rock-Alben aller Zeiten. Die französische Ausgabe listete 2010 das Album auf Platz 33 der 100 besten französischen Rock-Alben. In Jean Yannes Satirefilm Pardon, Genossen! Edel sei der Mensch, hilflos und reich (Originaltitel: Moi y'en a vouloir des sous) spielten Magma den etwa dreiminütigen Titel Dotz Hündin, der bisher nie auf Platte veröffentlicht wurde.

Im April 1974 nahmen C. und S. Vander, Blasquiz und Top das Album Ẁurdah Ïtah auf, auf dem die letztendliche Version der Filmmusik zum Film Tristan et Yseult von Yvan Lagrange zu hören ist. Ursprünglich als Soloalbum von Christian Vander erschienen, gehört es heute zum Repertoire von Magma.

Auch als Konzeptalbum konzipiert ist das Album Köhntarkösz von 1974, zu dem Jannick Top das Stück Ork Alarm beitrug. Alle anderen Stücke des von C. und S. Vander, Top, Blasquiz, Bikialo, Michel Graillier (Piano) und Brian Godding (Gitarre) eingespielten Albums sind Kompositionen von Christian Vander. Die Aufnahmen erfolgten im Mai 1974. Köhntarkösz war klanglich wieder originell aber kommerziell nicht erfolgreich, worauf das A & M die Zusammenarbeit mit Magma beendete, was sich negativ auf die finanzielle Sicherheit der Band auswirkte. Um das Fortbestehen der Band zu sichern wurde das eigene Plattenlabel Utopia Records gegründet. Zu hören sind S. und C. Vander, Klaus Blasquiz, Bernard Paganotti am Bass, Gabriel Federow an der Gitarre, Benoit Wîdemann und Jean-Pol Asseline an den Keyboards und der damals 19-Jährige Didier Lockwood an der Geige. Die beiden Stücke Hhai und Lihns waren vorher noch auf keinem Studioalbum zu hören. Der Chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky wollte, das neben Pink Floyd auch Magma Teile der Filmmusik zu seiner Verfilmung von Frank Herberts Roman Dune (Der Wüstenplanet) beisteuerten, was jedoch scheiterte, nachdem sich seine Geldgeber aus dem Projekt zurückzogen hatten.

Im Mai 1976 fanden Aufnahmen für das geplante Doppel-Album Emëhntëht-Rê statt. Da es neben Emëhntëht-Rê das von Jannick Top komponierte Stück De Futura enthalten sollte, fanden die Aufnahmen mit Top am Bass und Graillier an den Keyboards statt. Da Vander mit dem Ergebnis unzufrieden war, wurden die Aufnahmen nicht veröffentlicht. Aufgrund vertraglicher Verpflichtungen wurde 1976 stattdessen das Album Üdü Ẁüdü mit C. und S. Vander, Top, Blasquiz, Paganotti, Graillier, Lisa Deluxe, Lucille Culaz und Catherine Szpira (alle drei Gesang), Patrick Gauthier (Piano, Synthesizer), Pierre Dutour (Trompete) und Alain Hatot (Saxophone, Flöte) veröffentlicht. Auf dieser Platte findet sich die in der Besetzung Vander, Top und Blasquiz aufgenommene Top-Komposition De Futura. Ursprünglich erschien Üdü Ẁüdü daher auch unter der Bezeichnung VANDERTOP. Die CD-Wiederveröffentlichung von Üdü Ẁüdü enthält als Bonus einen Ausschnitt aus den ursprünglichen Aufnahmen von Emëhntëht-Rê. Aus Enttäuschung darüber, dass sie bei den Aufnahmen zu Emëhntëht-Rê nicht teilgenommen hatten, beschlossen Paganotti und Gauthier, Magma zu verlassen und die Band Weidorje zu gründen, so dass Magma im Sommer 1976 nur noch aus C. und S. Vander, Blasquiz, Federow, Lockwood und Widemann bestand. Daraufhin reformierte Vander die Band, die zwischen Oktober und November 1976 eine Tour in der Besetzung C. und S. Vander, J. Top, K. Blasquiz, M. Graillier, D. Lockwood und G. Federow spielte, darunter zwei Wochen im Théâtre de la Renaissance in Paris. Nach dieser Tour verließen alle Musiker die Band, und nur Vander und Blasquiz übrig blieben.

Da für Anfang 1977 weitere Konzerte vereinbart waren, verpflichtete Vander die Begleitband von Alan Stivell, so dass Magma ab Januar 1977 aus C. und S. Vander, Blasquiz, G. Delacroix (Bass), J. de Antoni (Gitarre), B. Widemann, C. Bailly (zweites Schlagzeug), F. Berteaux (Gesang) und L. Bois (L. Deluxe) (Gesang) bestand. Zusätzlich veränderte er das Erscheinungsbild der Band, die von nun an nicht mehr komplett in Schwarz gekleidet auftrat. Da kein Studio-Album in Aussicht war, wurde 1977 das Album Inédits veröffentlicht. Es enthält Live-Mitschnitte verschiedener Formation von Magma zwischen 1972 und 1975. Zu hören sind bislang unveröffentlichte Stücke, die bis dahin nie von einer Studiobesetzung eingespielt wurden, aber zum regelmäßigen Live-Repertoire der Band gehörten. Das Cover des Albums Attahk von 1978, das musikalisch getragener, streckenweise fast schon sakral erscheint, entwarf HR Giger. Produzent und Toningenieur war wieder Laurent Thibault. Die Besetzung bestand aus S. und C. Vander, Garber, Wîdeman, Deluxe, Blasquiz, Guy Delacroix (Bass), Tony Russo (Trompete) und Jacques Bolognesi (Posaune). Christian Vander fungiert zum ersten Mal als Leadsänger, Blasquiz als Backgroundsänger. Aus diesem Album wurde zu Werbezwecken eine Single mit den Stücken Last Seven Minutes und Spiritual ausgekoppelt.

Anfang Juni 1979 verließ Klaus Blasquiz Magma, die Band löste sich auf und Vander konzentrierte sich auf sein Side-Projekt Alien. Zum zehnjährigen Bandjubiläum fanden vom 9.–11. Juni 1980 mehrere Konzerte mit Musikern aus den verschiedenen früheren Besetzungen und dem damals aktuellen Line-up statt. Die beiden dabei entstandenen, Retrospektïẁ I-II bzw. Retrospektïẁ III betitelten Alben von 1981 enthalten Aufnahmen der Jubiläumskonzerte. Eine stabile Besetzung bildete sich allerdings auch jetzt nicht heraus, feste Mitglieder blieben lediglich Christian und Stella Vander, Benoît Widemann, die Bassisten Jean-Luc Chevalier und Dominique Bertram (die zur gleichen Zeit zu zweit Bass spielten) der Sänger Guy Khalifa und die Sängerin Lisa Deluxe. Das 1984 erschienene Studioalbum Merci enthielt erstmals Anklänge an Disco und Funk. Es wurde von Christian und Stella Vander, Wideman, Khalifa, Deluxe, dem Schlagzeuger François Laizeau und dem Bassisten Marc Eliard eingespielt und von Bläsersätzen und weiteren bei einzelnen Stücken unterstützt. Die Texte waren nur noch partiell in Kobaïanisch, meist jedoch englisch und französisch. Außergewöhnlich für dieses Album ist auch, dass Christian Vander sich neben der Produktion auf Percussion, Gesang, Celesta, Keyboards und Klavier beschränkte und seinen angestammten Platz am Schlagzeug Leizeau überließ. Trotz der mitunter quirligen Melodien wurde im Pressetext darauf hingewiesen, dass die Stücke von Merci alle den Tod zum Thema haben. Mit Ooh ooh baby, dem funkigsten und vielleicht in der gesamten Bandgeschichte am wenigsten charakteristischen Titel, wurde auch erstmals eine Single nicht zur Promotion ausgekoppelt, Die Band, die im Dezember des Jahres durch Frankreich tourte, bestand aus C. und S. Vander, Simon Goubert (Schlagzeug), Isabelle Feuillebois (Gesang), Philippe Bussonnet (Bass), Franck Vedel und Jean-Francois Déat (Keyboards) sowie dem Sänger Bertrand Cardiet. 1997 schied Simon Goubert aus, der Pianist Pierre-Michel Sivadier, der auch schon bei Offering spielte, stieß hinzu. Zur zweiten Jahreshälfte schieden Vedel und Déat aus, Emmanuel Borghi (Keyboards) und James Mac Gaw (Gitarre) ergänzten die Band.

1998 erschien mit der Single Floe Essi/''Ektah erstmals seit 1984 neu eingespieltes Material der Band.

Im Jahr 2000 feierte Magma das 30-jährige Bandjubiläum. In Paris im Le Trianon fanden im Mai drei Konzerte statt, bei denen erstmals die komplette Theusz Hamtaahk Trilogie aus Theusz Hamtaahk, Wurdah Ïtah und Mekanïk Destruktïw Kommandöh von derselben Band aufgeführt wurden. Dies geschah in der Besetzung C. und S. Vander, Feuillebois, Mac Gaw, Borghi, Bussonnet, Antoine Paganotti (Gesang, Piano) und Jean-Christophe Gamet (Gesang). Unterstützt wurde die Band teilweise von Julie Vander und Claude Lamamy (Gesang) bei Wurdah Itah bzw. einem Bläsersatz bei Mekanïk Destruktïw Kommandöh. Die Aufnahmen wurden als 3 CD-Set veröffentlicht.

Im Jahr 2004 legten Magma mit Köhntarkösz Anteria dann ein neues Album vor, das ein Stück aus den siebziger Jahren rekonstruiert und daher stilistisch direkt an die klassische Phase der Band Mitte der 70er Jahre anschließt (und erneut kobaïanische Texte aufweist). Die Besetzung bestand aus C. und S. Vander, Feuillebois, Mac Gaw, Borghi, Bussonnet, Antoine und Himiko Paganotti (Gesang) und Frédéric d’Oelsnitz (Fender Rhodes). Die kurz darauf erfolgte Veröffentlichung Uber Kommandoh ist eine nicht-autorisierte Kompilation. Ab 2006 setzte die Gruppe ihr Rekonstruktionswerk fort und arbeitete an Emëhntëht-Rê, einem albumfüllenden Stück, das 2009 ihre zweite Alben-Trilogie vervollständigte. Im Februar 2008 verließen die Paganotti-Geschwister und Emmanuel Borghi die Band aus persönlichen Gründen, werden aber bei Emëhntëht-Rê ebenso als Gastmusiker geführt wie auch Claude Lamamy, Marcus Linon (Sohn von Stella Vander und Francis Linon) und Pierre-Michel Sivadier. Die Hauptbesetzung bildeten C. u. S. Vander, Feuillebois, Hervé Aknin (Gesang), Benoît Alziary (Vibraphon), Mac Gaw, Bruno Ruder (Fender Rhodes) und Bussonnet.

Diese Besetzung war es auch, die im Jahr 2012 Félicité Thösz einspielte. Hierbei handelt es sich um ein Album aus neueren Kompositionen aus den Jahren 1992/1993 bzw. 2001/2002, die aber erst seit 2009 bei Konzerten von Magma zu hören waren. Bei den beiden nachfolgenden Studio-Minialben Rïah Sahïltaahk (2014) und Šlag Tanz (2015) ersetzte Jéremie Ternoy Bruno Ruder.

2015 tourte Magma erstmals durch China und gab Konzerte in Shenzhen, Peking und Shanghai. Ein durch Crowdfunding finanzierter Dokumentarfilm dazu kam 2016 in einige Londoner und Pariser Kinos und wurde später auf DVD aufgelegt. Im Juli 2015 gab James Mac Gaw bekannt, an Krebs erkrankt zu sein. Im Juli 2016 spielen Rudy Blas Gitarre und Jérôme Martineau-Ricotti Keyboards, die restliche Besetzung blieb gleich. Im Juni 2016 spielte Magma als Überraschungsgäste ohne Vorankündigung auf Hellfest in Clisson.

Am 7. Oktober 2022 erschien Magmas fünfzehntes Studioalbum Kartëhl, einem Gemeinschaftswerk der Bandmitglieder, bei dem die Tantiemen aus dem Titel Dëhndë einer wohltätigen Organisation für Menschen mit Autismus zugutekommen.

CC-BY-SAAuszug aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Quelle und weitere Informationen.
Hörer (1)
UserPCountTitel
X-ray1367
Alben (1)
AlbumTitel
Mekanïk Destruktïw Kommandöh7
Titel (7)
TitelPCountHörer
Hortz Fur Dëhn Stekëhn West 211
Ïma Süri Dondaï 201
Da Zeuhl Wortz Mekanïk 191
Kobaïa Is de Hündïn191
Kreühn Köhrmahn Iss de Hündïn191
Mekanïk Kommandöh191
Nebëhr Gudahtt 191
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