Frank Rennicke
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Frank Rennicke (* 18. Dezember 1964 in Mascherode bei Braunschweig) ist ein deutscher Liedermacher und eine der Schlüsselfiguren der rechtsextremen Szene in Deutschland. In den Jahren 2009 und 2010 wurde er von der NPD und der DVU als Kandidat zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten vorgeschlagen. LebenFrank Rennicke, dessen Vater Ende der 1950er Jahre aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland übersiedelte, ist gelernter Elektroinstallateur, Hausgerätetechniker und Fachberater im technischen Außendienst. Er lebte vorübergehend in Ehningen (Großraum Stuttgart), bis er 2005 umzog. Mit seinem von ihm eher bürgerlich eingeschätzten Elternhaus kam es zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen, als er sich in seiner Jugend dem völkisch-nationalen Lager annäherte. Rennicke war Jugendführer bei der rechtsextremen Wiking-Jugend. Als diese 1994 verboten wurde, wurde er Mitglied bei der NPD. Bei der Deutschen Liga für Volk und Heimat engagierte er sich, er führte weiterhin einen Versandhandel für Medien aus dem rechten Spektrum. und der Witwe von Otto Ernst Remer Gründungsmitglied des Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten, einer Organisation, die im Jahr 2008 verboten wurde. Die 2009 verbotene Heimattreue Deutsche Jugend hielt auf einem Anwesen in Rennickes Besitz verschiedene Treffen ab. Bei der Europawahl 2024 kandidierte Rennicke erfolglos auf Platz 9 der Wahlliste der mittlerweile in Die Heimat umbenannten Partei. Rennicke arbeitete an führender Stelle bei dem Projekt Schulhof-CD der NPD mit, bei dem Musik-CDs mit nationalistischem und rassistischem Inhalt an Schüler verteilt wurden. Musikalische TätigkeitRennicke, der bei seinen Auftritten Gitarre spielt und dazu singt, will seinen musikalischen Stil in weiten Teilen von Liedermachern wie Reinhard Mey übernommen haben. Als weitere Vorbilder in kompositorischer Hinsicht nennt er Wolf Biermann und Hannes Wader, wenngleich Rennicke selbst nur über einen „begrenzten Vorrat an Melodien und Gitarrengriffen“ verfügt. Sowohl Rennicke als auch seinen Anhängern ist dieses Manko bewusst, der Inhalt der Texte steht jedoch im Mittelpunkt. bezeichnet die Polen als „Beschmutzer deutscher Erde“ und greift antiamerikanische Themen auf. Rassismus, Antisemitismus, Fremdenhass und die Verächtlichmachung linker Gruppierungen sowie einer Vielzahl von Minderheiten sind Inhalte seiner Lyrik. Den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß besingt er als Helden, Lehrer und Vorbild. Auch durch antiisraelische Äußerungen ist Rennicke aufgefallen. Einige seiner Produktionen sind von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aufgrund des festgestellten jugendgefährdenden Inhalts indiziert worden. Zur Begründung heißt es dabei unter anderem „Gereimte Texte zu eingängigen Melodien prägen die revisionistische Aussage der Lieder unauslöschlich in das Gedächtnis des Zuhörers. […] Die Texte der Musikkassette[n] laufen dem den Frieden zwischen den Völkern erstrebenden Grundgesetz zuwider.“ Rennicke propagiere in seinen Liedern zudem ausdrücklich Gewaltanwendung „als Mittel zur Wiederherstellung des Reiches“. Die von Rennicke dagegen eingelegte Revision wurde am 17. Juli 2003 vom Oberlandesgericht Stuttgart verworfen. Seine Verfassungsbeschwerde führte jedoch zu einem vorläufigen Erfolg. Durch Kammerbeschluss vom 25. März 2008 hob das Bundesverfassungsgericht die Verurteilungen wegen Volksverhetzung – außer im Fall der Holocaustleugnung (§ 130 Abs. 3, Abs. 4 StGB) – auf und verwies die Sache in diesem Umfang an das Landgericht Stuttgart zurück. Die aufgehobenen Verurteilungen verletzten das Grundrecht der Meinungsfreiheit (Art. 5 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes). Die Gerichte hätten die gebotene „fallbezogene Abwägung zwischen der Bedeutung der Meinungsfreiheit und dem Rang des durch die Meinungsfreiheit beeinträchtigten Rechtsguts“ unterlassen und „auch nicht aufgezeigt, dass dies entbehrlich sei, weil der Liedtext einen Verstoß gegen die Menschenwürde [§ 130 Abs. 1 Nr. 2 StGB] enthalte.“ Über den weiteren Fortgang des Verfahrens ist nichts bekannt. Auch Rennickes Homepage teilt dazu nichts mit. Am 12. März 2016 durchsuchten Spezialkräfte der bayerischen Polizei auf richterliche Anordnung das Anwesen Rennickes in Unterhartmannsreuth und das eines anderen Rechtsextremisten in Schöllnach. Nach Angaben der Polizei seien bei den Durchsuchungen Verstöße gegen das Waffengesetz aufgedeckt worden. Rennicke widersprach diesen Angaben, bestätigte aber die Durchführung der Razzia. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, nachdem sich die gefundenen Gegenstände als Spielzeugwaffen herausgestellt hatten. |
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