Elton John
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Sir Elton Hercules John, CH, CBE (* 25. März 1947 als Reginald Kenneth Dwight in Pinner, Harrow Urban District) ist ein britischer Sänger, Komponist und Pianist. Mit 300 Millionen verkauften Tonträgern zählt er zu den fünf Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern weltweit. Elton John ist zudem einer der wenigen Künstler, die alle wichtigen Darstellerpreise in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie erhalten haben – mehrere Grammys (den ersten 1987 für das Lied That’s What Friends Are For), zwei Oscars (den ersten 1995 für das Lied Can You Feel the Love Tonight), einen Tony Award (2000 für das Musical Aida) und einen Emmy (2024 für das Konzertspecial Elton John: Farewell from Dodger Stadium). Sein Repertoire reicht von Balladen über Rock- und Rock-’n’-Roll-Titel bis hin zu gospelartigen Blues- und Boogie-Nummern. Er feierte seine ersten Erfolge in den 1960er Jahren; sein Durchbruch gelang ihm 1970 mit dem Album Elton John, dessen Lied Your Song zum Welthit wurde. Zu seinen frühen Markenzeichen gehören extravagante Bühnenoutfits und Brillen. LebenKindheit und AnfängeElton John wurde 1947 im Londoner Stadtteil Pinner geboren. Sein Vater, Soldat der Royal Air Force Stanley Dwight (1925–1991), hatte kein Interesse an seinem Sohn, seine Mutter Sheila (1925–2017) kaum Zeit für ihn. Er wurde vor allem von seiner Großmutter Ivy erzogen, die ihn zum Klavierspielen motivierte. Das schlechte Verhältnis zu seinem Vater verarbeitete er 1995 in dem autobiographischen Song Made in England („I had a quit-me father, had a love-me mother“). Als Jugendlicher hörte er gerne die Musik von Pianisten wie Winifred Atwell, George Shearing, Fats Domino, Jerry Lee Lewis und Floyd Cramer. Außerdem bewunderte er den schillernden Legendenstatus der Schauspielerin Mae West, deren Ruhm er für sich nachahmen wollte. Nach einigen Jahren Klavierunterricht gewann er mit elf Jahren ein Nachwuchsstipendium an der Londoner Royal Academy of Music, wo er von 1958 bis 1964 Unterricht in klassischer Musik erhielt. Durch einen Nebenjob als Klavierspieler im Pub The Northwood Hills, wo er jeden Sonntagnachmittag auftreten durfte, lernte John, der sich ein Repertoire an populären Liedern erarbeitet hatte, wie man ein Publikum unterhält. 1965 gründete er mit Studienkollegen die Band Bluesology. Die Gruppe begleitete US-Soul-Künstler und wurde später die Begleitband von Long John Baldry. Dieser inspirierte ihn zu seinem Künstlernamen, indem er die Vornamen des Saxophonisten Elton Dean und des Sängers John Baldry zum Namen Elton John kombinierte. Der Name wurde auch amtlich (Deed poll) geändert. 1969 konnte er einen Song auf einem Album der Three Dog Night unterbringen, während er an seinem ersten Soloalbum arbeitete. Mit dem Songtexter Bernie Taupin, den er 1967 bei einer Ausschreibung für den Posten eines Komponisten bei einem neugegründeten Plattenlabel namens Liberty Records kennengelernt hatte, schrieb Elton John ab 1969 fast alle seine Lieder. Der Toningenieur Caleb Quaye machte in den Londoner DJM-Tonstudios zwischen Juni und Dezember 1967 über 30 Probeaufnahmen, von denen sein Chef, der Musikverleger Dick James, zunächst nichts wusste. Als er davon erfuhr, gab er dem talentierten John am 7. November 1967 zusammen mit Taupin einen Verlagsvertrag bei seinem Musikverlag DJM Music. Die Gründung von DJM Records folgte am 28. Februar 1969, auf dem fortan die Elton-John-Platten bis September 1976 im Vertrieb von Pye Records erschienen. 1969 erschien auch sein erstes Album Empty Sky. Das Album erhielt positive Kritik, verkaufte sich jedoch schlecht. Dick James musste sich entscheiden, ob er noch einmal in John investieren sollte. Schließlich entschloss er sich, ihm noch eine Chance zu geben. Er engagierte für das neue Album Gus Dudgeon, einen der damals angesehensten Produzenten. |
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